Anthony M.
Fuina: Vom Krebs geheilt
Zeugnis von Roland Patzleiner
Ich heiße Roland Patzleiner und gehöre
der Gebetsgemeinschaft „Figli del divino amore“ (Kinder der göttlichen Liebe)
an. Seit einigen Jahren lebe ich in unserem Haus in Medjugorje und kümmere mich
zusammen mit den anderen Angehörigen unserer Gemeinschaft um die musikalische
Umrahmung der Gottesdienste in der Pfarrei des Hl. Jakob. Ich wurde 1968 in
Bozen (Südtirol) geboren. Meine Familie ist deutscher Muttersprache, unsere
Kultur österreichisch. Ich bin in einem katholischen Umfeld und in einer
gläubigen Familie aufgewachsen. Ab der fünften Grundschule war ich neun Jahre
lang als Ministrant in meiner Pfarrei tätig.
In der Schule habe ich mich stets ein wenig
schwer getan und war auch nicht sonderlich fleißig. Ich war eher introvertiert.
In meiner Familie fehlte der Dialog und es wurde nicht gebetet, außer vor den
Mahlzeiten. Als Heranwachsender habe ich, auch durch gewisse Freundschaften beeinflusst,
mit 13 Jahren zu rauchen und zu trinken begonnen.
Bei einer Geburtstagsfeier erlebte ich
erstmals die Wirkung eines Alkoholexzesses, wobei die plötzliche Freude und
Offenheit, die mich erfüllten, zu etwas Erstrebenswertem wurden, um den Dingen
zu entfliehen, die ich nicht bewältigen wollte und die mit Opfern und Leid
verbunden waren, welche notwendig sind, um wachsen zu können.
Nach der Mittelschule hörte ich mit dem
Ministrieren auf und entfernte mich von der Kirche. Mein Zuhause wurde zu einer
Art Hotel, das ich nur aufsuchte, um zu essen und zu schlafen, während meine
Freunde auf der Straße zu meiner eigentlichen Familie wurden. Meine innere Instabilität
und Zerbrechlichkeit äußerten sich zusehends im Unvermögen, etwas Gutes und
Sinnvolles zu tun. Zu Alkohol und Tabak
gesellten sich recht bald leichte Drogen; später ging ich zu allerlei Arten von
schweren Drogen über, hatte jedoch die Gnade, mir diese nie zu spritzen.
Ich habe drei verschiedene Oberschulen
begonnen, brachte es jedoch nie fertig, auch nur ein einziges Jahr
abzuschließen. Schließlich habe ich die Schule aufgegeben und bin arbeiten
gegangen. Doch auch dieser Lebensabschnitt war von Unbeständigkeit geprägt,
sodass ich es an keinem Arbeitsplatz länger als sieben Monate aushielt. Zwischen
14 und 21 Jahren habe ich auf diese Art und Weise gelebt und war durch eine große
innere Unsicherheit und Zerbrechlichkeit geprägt. Die Musik war für mich von
herausragender Bedeutung. Als Kind hatte ich das Gitarrespielen gelernt. Ich
spielte dann in verschiedenen Bands und war ein Fan großer Idole der Rockmusik
und des Heavy Metals. Zu Hause ärgerte ich mich wegen jeder Kleinigkeit mit
meinen Eltern und spürte ein ums andere Mal einen inneren Hass und eine Rebellion,
sodass ich mich oft Tür knallend ins Wohnzimmer zurückzog und einsperrte, wo
ich dann lautstark die Musik meiner damaligen Lieblingsgruppe hörte, den Krokus,
einer Schweizer Heavy-Metal-Band, die im ganzen Haus zu hören war und alle
störte. Ich spürte dann, wie in mir rebellische Gefühle aufkeimten und wuchsen.
Ich habe den Namen dieser Band (meine Idole) angeführt, weil ich mich noch gut
erinnere, dass deren Gitarrist sich später das Leben nahm. Dies waren für mich
damals nachahmenswerte Persönlichkeiten, für die ich Sympathie empfand, obwohl
ich sie gar nicht persönlich kannte.
"Der kleine Julian (ganz rechts) mit seinen (inzwischen) drei Schwestern".
Das Leben meines Kindes taste ich nicht an
Im Herbst 2000 war unsere Tochter zu ihrem dritten Kind schwanger. Im
4. Monat (14. Woche) der Schwangerschaft sprang die Fruchtblase, und im
Krankenhaus wurde unserer Tochter mitgeteilt, dass das
Fruchtwasser zur Gänze ausgeflossen und kein Fall bekannt sei, wo sich
die Fruchtblase wieder geschlossen habe. Weiters wurde sie davon in
Kenntnis gesetzt, dass dies unweigerlich zur Folge habe, dass in die
geöffnete Fruchtblase Keime eindringen, die eine Entzündung auslösen
und die Mutter in eine lebensbedrohende Situation bringen werden. Das
Kind würde zwar keinen Schaden am fehlenden Fruchtwasser nehmen, aber
die geöffnete Blase bedeute das Ende der Schwangerschaft. Für unsere
Tochter war es besonders schlimm, da sie bereits die Bewegungen des
Kindes spürte, das nun buchstäblich im Trockenen saß. Sie wusste, dass
ihr gesundes ungeborenes Baby sterben muss, wenn wegen der
mit Sicherheit auftretenden Entzündung eine Austreibung notwendig
würde. Die Ärzte rieten unserer Tochter dringend, die Schwangerschaft
aufgrund der aussichtslosen Situation zu beenden, außerdem wären die
meisten Frauen dem psychischen Druck des Abwartens nicht gewachsen.
Unsere Tochter entschloss sich, das Leben ihres Kindes nicht anzutasten
und lehnte im Vertrauen auf Gottes Gegenwart ab, und es ging
ihr dann tatsächlich psychisch nicht schlecht.
Vier Wochen musste sie im Krankenhaus bleiben und abwarten. Zu
Weihnachten wollte sie zu ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern
heim. Die Ärzte waren offensichtlich etwas unschlüssig, aber unter der
Bedingung einverstanden, dass sie wöchentlich zur Blutabnahme ins
Krankenhaus kommt, um einen eventuellen Anstieg der Entzündungswerte
rechtzeitig feststellen zu können.
In dieser bangen Zeit des Wartens wurde von der Familie und von
Freunden viel gebetet. Und tatsächlich hat sich irgendwann die
Fruchtblase wieder geschlossen, ohne dass es zu einer Entzündung
gekommen war - zwei für die Ärzte unerklärliche Phänomene; sie sprachen
von einem Weihnachtswunder. Etliche Tage nach dem errechneten
Geburtstermin, am Christi Himmelfahrtstag, kam unser Enkelkind
Julian als gesunder Bub zur Welt.
Unsere Tochter und unser Schwiegersohn hatten in dieser schwierigen
Situation fest darauf vertraut, dass Gott alles in seinen Händen hält
und dass ER mächtig genug ist einzugreifen. Sie waren sich dessen
bewusst, dass ER auch dann groß, treu und gut ist, wenn ER
die Gebete nicht erhören und das ungeborene Kind zu sich holen würde -
genauso, wie auch die drei Jünglinge vor dem Feuerofen wussten, dass
ihr Gott mächtig genug ist, um sie vor dem Feuer zu bewahren, und ihm
vertrauten, wie auch immer die Sache für sie ausgehen würde.
DER WEG DER NEUEVANGELISATION
Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Joh 7,37
Quizfrage: Aus wessen Inneren fließen die Ströme des lebendigen Wassers?
Bei Gesprächen mit Firmeltern und bei Einkehrtagen habe ich diese Bibelstelle den Leuten vorgestellt und ihnen diese Frage gestellt: Aus wessen Inneren fließen die Ströme des lebendigen Wassers? Die Antworten sind zumeist: von Jesus, vom Vater, vom Hl. Geist... Die richtige Antwort heißt aber: Aus dem Menschen, der durstig ist, zu Jesus geht und von ihm trinkt. Wer das tut, kann oftmals erleben, dass auf einmal Leute zu ihm kommen und reden oder beten wollen. Da ist z. B. eine junge Frau, die im Gebet zu Jesus geht und in der Beziehung zu ihm lebt und auf einmal rufen Mädchen aus der Hauptschule an, ob sie sich nicht wöchentlich mit ihr treffen könnten, nicht nur 14-tägig, in einem anderen Privathaus fangen Jugendliche an sich zu treffen, sie haben Spaß miteinander, aber sie proben auch für den nächsten Gottesdienst und bereiten sich intensiv auf das nächste Jugendfestival in Medjugorje vor...... Es erfüllt sich hier einfach das Versprechen Jesu, das er gegeben hat. Es ist sehr ermutigend für jeden, der in irgend einem Bereich seines Lebens wünscht, dass sie lebendig werde, geheilt. Der erste Schritt ist zu Jesus hin und bei ihm zu bleiben, dann wird aus DIR der Hl. Geist in Deine Ehe, Deine Familie, Deine Freunde, Deine Pfarre strömen.... Das bedeutet nicht, dass sich alle Deine Wünsche oder Vorstellungen erfüllen werden. Es kann sein, dass Du jahrelang oder Dein Leben lang warten musst und doch ist Dein Gebet nicht umsonst, sondern erhört, und fließt ein in das Leben der Kirche.
Dank sei Gott !
Wenn ich dich lieben will, mein Kind,
dann sollst du für mich da sein.
Wenn ich zu dir sprechen will,
dann sollst du auf mich hören.
Und wenn ich dich neue Wege führen will,
dann sollst du mit mir gehen.
Ich bitte dich, höre auf mich!
Höre auf meine Stimme, dir zu dir spricht
durch deine Brüder und Schwestern.
Höre auf mich!
Höre auf mich in der Stille des Gebetes.
Höre auf mich, mein Kind,
denn ich will dich Wege führen,
die du noch nicht kennst.
Sträube dich nicht,
lass dich von mir führen.
Ich will dir Neues zeigen,
ich will dir neue Wege eröffnen,
ich will dir Freude schenken und Lebensmut.
Ich will dir Freunde schenken,
Menschen, dir mit dir gehen.
Ich bitte dich, mein Kind,
höre auf mich!
Höre auf mich auch in der Stille,
damit ich mich dir offenbaren kann.
Aus einem Gebetskreis